Kobie van Rensburg - Biographie

Skip to content

Kobie van Rensburg

Biographie

Portrait Kobie van RensburgDie Produktion der barocken Pasticcio-Oper „ein Theater nach der Mode“, die Kobie van Rensburg kreierte und gemeinsam mit Peer Boysen im Jahr 2002 im Münchner Gärtnerplatztheater auf die Bühne brachte, kann als der Beginn der Regie-Laufbahn des Künstlers gesehen werden. Die Wiederaufnahme mit Fernsehaufzeichnung fand im Herbst 2003 statt. Seine nächste Regiearbeit war bei den Händelfestspielen in Halle der Orpheus (Monteverdi), bei dem Kobie van Rensburg sowohl die Titelrolle sang, als auch die Regie führte. Es folgten zahlreiche Produktionen beim niederbayerischen Landestheater in Passau, so u. a. „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ und „L’incoronazione di Poppea“. Inzwischen übernahm Kobie van Rensburg die Regie bei zahlreichen Produktionen an etlichen Opernhäusern, so z. B. „Die Zauberflöte“ und „Ariodante“ in Münster, „La Cenerentola“ in Chemnitz sowie „Le Nozze di Figaro“, „Don Govanni“ und „Il barbiere di Siviglia“ in Krefeld und Mönchengladbach.

Vor diesem Wechsel in das Regie-Fach feierte Kobie van Rensburg eine bedeutende Karriere als Tenor, die ihn in die großen Opernhäuser der ganzen Welt führte. Die Metropolitan Opera in New York exemplifiziert dabei seine Präferenzen und Stärken. Sein überaus erfolgreiches Debüt in dort fand im Dezember 2004 mit Händel’s „Rodelinda“ (René Fleming in der Titelrolle) statt und damit im Bereich der Barockmusik, einem Genre, in dem der Künstler einer der gefragtesten Spezialisten war. Ende November und Anfang Dezember 2006 sang Kobie van Rensburg dann dort seine erste Titelrolle, den Idomeneo mit James Levine am Pult und mit Kollegen wie Magdalena Kozena und Dorothea Röschmann. Unmittelbar vor dem Gastspiel in den USA verkörperte Kobie van Rensburg die gleiche Rolle in einer Neuproduktion am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, den Don Ottavio an der Opéra National de Bordeaux, den Nerone am Grand Théâtre de Genève und den Pane am Münchner Nationaltheater.

Der im südafrikanischen Johannesburg geborene Tenor Kobie van Rensburg absolvierte neben dem Gesangstudiums bei Prof. Werner Nel auch Rechts- und Politikwissenschaften mit Auszeichnung an der ´Potchefstroom University for Christian Higher Education´. Bereits im Alter von 20 Jahren debütierte er 1991 als Belmonte in Mozarts “Entführung aus dem Serail” an der Roodepoort City Opera. Er gewann mehrere Gesangswettbewerbe in Südafrika, unter anderem “UNISA International Singing Competition 1994”. Mitte der 90ger Jahre verlegte Kobie van Rensburg seinen Wohnsitz nach München. Seither führen Kobie van Rensburg Gastspiele regelmäßig an Häuser wie die Berliner Staatsoper Unter den Linden, die Bayerische Staatsoper, die Opéra National du Rhin, die Opéra de Montpellier, das Teatro Sao Carlos Lissabon, das Théâtre du Capitole in Toulouse, die Opernhäuser von Madrid, Montpellier, Basel, Luzern, Stuttgart, Graz oder das Prinzregententheater in München.

Das Opernrepertoire Kobie van Rensburg´s umfaßte zahlreiche Hauptpartien Monteverdi´s (Orfeo und Nerone), Händel´s (Acis, Bajazete, Jupiter, Giuliano, Massimo, Oronte, etc. ), Mozart´s (Idomeneo, Tito, Tamino, Belmonte, Don Ottavio, Belfiore und Ferrando), sowie Peri´s Arcetro, Verdi´s Fenton, Lorzing´s Chateauneuff und Strauß´ Alfred um nur eine Auswahl zu nennen.

Bei seinen Opern- und Konzertauftritten arbeitete Kobie van Rensburg mit den großen Häusern und Dirigenten Europas sowie mit faktisch sämtlichen auf Barockmusik spezialisierten Ensembles wie etwa Sir Eliot Gardiner (English Baroque Soloists & Monteverdi Choir), Ivor Bolton (Freiburger Barockorchester), Thomas Hengelbrock (Balthasar Neumann Ensemble), Christopher Hogwood (Academy of Ancient Music), René Jacobs (Concerto Vocale), Lorin Maazel, Peter Schneider, Helmut Rilling und Christophe Rousset (Les Talens Lyriques) sowie der Akademie für Alte Musik, Berlin – zahlreiche dieser Aufführungen wurden im Radio und Fernsehen übertragen.

Einen weiteren Schwerpunkt seines künstlerischen Schaffens hat Kobie van Rensburg dem Liedgesang gewidmet. So gab er über viele Jahre Liederabende mit unterschiedlichen Programmen. Dabei lagt die Betonung auf einerseits englischen Komponisten „the land without music“, mit wiederum barocken Liedern, oder auch klassischer Zusammensetzung mit Beethoven, Schumann und Schubert.

Erfolgreiche Solo-Veröffentlichungen dokumentieren das künstlerische Wirken des Tenors – mit der Lautten-Compagney nahm er berühmte Tenorarien von Händel auf und später Werke von Dowland, Lawes und Purcell: „Händel´s Beard“ und „Songs of an English Cavalier“. Im November 2002 erschienen bei Harmonia Mundi die kompletten „Madrigali Guerierri et Amorosi“ von Monteverdi unter René Jacobs. Weitere Veröffentlichungen beinhalten Lieder von Fanny Mendelssohn sowie Oper, z. B. Corrado aus Scarlattis „Griselda“ sowie Don Basilio und Don Curzio aus Mozarts „Nozze di Figaro“.

Zuletzt aktualisiert am 02. Oct. 2015

Impressum

Design & Umsetzung: ideenhafen® - Webdesign, Webseiten, Suchmaschinenoptimierung und Logodesign aus Lübeck

Jump to top