Wolfgang Holzmair (Bariton)
Biographie
wurde im österreichischen Vöcklabruck geboren und studierte an der Musikhochschule Wien bei Hilde Rössel-Majdan (Gesang) und Erik Werba (Lied).
Seinen heutigen Rang als einer der weltweit führenden Liedsänger belegen unter anderem regelmäßige Auftritte in den führenden Musikzentren in Wien, London, New York, Washington, beim Risör Festival, Bath Festival (GB), Menuhin Festival Gstaad (Schweiz), den Bregenzer Festspielen sowie beim Carinthischen Sommer. In der Saison 2009/10 führen ihn Liederabende erneut nach London, Oxford, Moskau, Linz, Salzburg, Wien, Den Haag und Seoul. Neben seiner herausragenden Partnerschaft mit der britischen Pianistin Imogen Cooper tritt Wolfgang Holzmair immer wieder mit führenden Pianisten unserer Zeit auf, wie Till Fellner, Lars Vogt und Christian Zacharias, zuletzt mit Andreas Haefliger.
Auf der Opernbühne sang er in letzter Zeit Papageno (Zauberflöte) und Eisenstein (Fledermaus) in Dallas unter Graeme Jenkins, Don Alfonso (Cosi) in Lyon unter William Christie und in Toronto unter Richard Bradshaw, Faninal (Rosenkavalier) in Seattle unter Asher Fish und in Hongkong unter Edo de Waart, Musiklehrer (Ariadne) in Madrid unter Jesús López Cobos, Wolfram (Tannhäuser) in Erfurt unter Walter E. Gugerbauer, Eduard (Neues vom Tage von Hindemith) unter Bruno Bartoletti in Ancona, die Partie des Vaters (Hänsel und Gretel) auf einer Japan-Tournee unter Seiji Ozawa und Demetrius (Midsummer Night’s Dream von Britten) unter Anne Manson in Toronto. Im Jahr 2010 sind Auftritte als Sorceress (Dido and Aeneas von Purcell) in konzertanten Aufführungen mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt im Wiener Musikverein, Oreste (Les Choéphores von Milhaud) mit dem Orchestre National de Lille unter Jean Claude Casadesus in Lille und Paris sowie Don Alfonso (Cosi) unter William Christie an der Met in New York geplant.
Auch mit den führenden Orchestern dieser Welt arbeit Wolfgang Holzmair regelmäßig, wie dem Israel Philharmonic Orchestra, den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Cleveland Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment, den Wiener Symphonikern oder dem Concertgebouw Orchest unter Dirigenten wie Blomstedt, Boulez, Chailly, Frühbeck de Burgos, Haitink, Harnoncourt, Norrington oder Ozawa. In der Saison 2009/2010 singt er u. a. den Faust/Dr. Marianus in Schumanns Faust-Szenen mit dem Dänischen Nationalsymphonieorchester unter Thomas Dausgaard, den Elias in Mendelssohns gleichnamigem Oratorium unter Jörg Ewald Dähler in Bern und orchestrierte Lieder aus Kreneks Reisebuch aus den österreichischen Alpen unter Andrés Orozco-Estrada bei der Styriarte.
Wolfgang Holzmair hat sein Können auch durch viele Aufnahmen dokumentiert: u. a. Lieder von Clara und Robert Schumann sowie Lieder diverser Komponisten nach Eichendorff mit Imogen Cooper (Philips), diverse Schubert-Einspielungen mit Gérard Wyss (Tudor), die mit dem Pasticcio-Preis ausgezeichneten „Songs from the British Isles“ mit dem Trio Wanderer (Cyprés) oder „Pelléas et Mélisande“ mit dem Orchestre National de France unter Haitink (naïve). Seit Jahren setzt sich der Künstler auch für die Verbreitung von Werken, insbesondere Liedern, ehemals verfolgter Komponisten ein, wovon seine Krenek-, Mittler- und Zeisl-Aufnahmen (ORF, cpo) zeugen. Eine Theresienstadt-CD (Bridge Records) ist soeben erschienen. Die Aufnahme von Brahms „Ein deutsches Requiem“ unter Herbert Blomstedt wurde mit dem Grammy ausgezeichnet.
Seit 1998 leitet Wolfgang Holzmair eine Lied- und Oratorienklasse am Mozarteum in Salzburg und gibt Meisterkurse in Europa und Nordamerika. Außerdem ist er Visiting Professor am Royal College in London.
Zuletzt aktualisiert am 19. Mar. 2012