Chen Reiss (Sopran)
Biographie
Ihr Operndebüt gab die in Israel geborene Sopranistin Chen Reiss als Gretel (Hänsel und Gretel) mit der Opéra de Québec. Es folgte eine von der Kritik besonders gelobte Blonde mit der New Israeli Opera. Am Teatro alla Scala sang Chen Reiss 2003 die Maria (West Side Story), eine Rolle, die sie vorher auch schon in Japan interpretiert hatte. Während ihrer sehr erfolgreichen Arbeit am Münchner Nationaltheater, an das die Künstlerin auf Einladung Zubin Mehtas 2004 kam, sang Chen Reiss unter anderem Nannetta (Falstaff), Oscar (Un ballo in maschera) und Blonde (Die Entführung aus dem Serail) sowie zuletzt im März 2005 die Gilda (Rigoletto) mit Zubin Mehta am Pult. An der Dresdner Semperoper debütierte Chen Reiss als Blonde 2005. Anfang 2006 stand bei der Florida Grand Opera in Miami Marie (la fille du régiment) auf dem Programm, gefolgt von Sophie (Rosenkavalier) in Tel Aviv. Im April 2007 fand das Rollendebüt Zerbinetta (Ariadne auf Naxos) in Tel Aviv statt und im Juli ist sie als Sophie zu den Münchner Opernfestpielen zurückgekehrt. Im Herbst 2007 sind Gilda in Philadelphia sowie Contesse Folleville (Viaggio a Reims) in Tel Aviv geplant.
2004 sang Chen Reiss erstmals mit Israel Philharmonic, zunächst ein Programm mit Konzertarien von Mozart und später unter der Leitung von Zubin Mehta die Carmina Burana. Die Künstlerin arbeitete ferner mit den Münchner Philharmonikern, Pittsburgh Symphony, Buffalo Philharmonic, Music of the Baroque (Chicago), Jerusalem Baroque Orchestra und Orchestre Symphonique de Laval, Canada. Mit der 8. Symphonie von Gustav Mahler gab Chen Reiss 2002 ihr Debüt an der Carnegie Hall und im August 2005 mit Mendelsohn-Bartholdys Sommernachtstraum in Salzburg. Im Sommer 2006 debütierte Chen Reiss beim Festival Lucerne mit Oper, bei den Ludwigsburger Schloßfestspielen mit einem Orchesterkonzert und beim Schleswig-Holstein-Musikfest mit einem Liederabend. Im viel beachteten Kinofilm „Das Parfüm“ (September 2006) sang die Künstlerin mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle. Für 2007 steht u. a. Händels Messias mit dem Münchner Bachchor in München, Mozart Konzertarien beim Schleswig-Holstein-Musikfest und ein Konzert mit dem Gewandhausorchester in Leipzig auf dem Programm.
Neben ihrem breiten Opern- und Konzertrepertoire pflegt Chen Reiss auch den Liedgesang. So trat sie bereits in der Philharmonie Berlin, der Carnegy Hall New York, im Philadelphia Museum of Art, dem Kaye Playhouse (NYC), beim Costa Rica International Festival, in der Alice Tully Hall, der Rockefeller University, der Florida Atlantic University, der Vancouver Academy of Music, dem Tel-Aviv Museum of Art und im Palais des Beaux-Arts in Brüssel auf. Für WQXR, den Radiokanal der New York Times nahm sie einen Liederabend auf.
Chen Reiss ist erste Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe: Salon di Virtuosi Competition 2006, Gerda Lissner Competition 2003, Career Bridges Competition 2003, Buchman-Heyman Foundation 2003, Liederkranz Foundation Competition 2001 und Marjorie Lawrence Competition 2001. Weitere Preise erhielt die Künstlerin von der Ronen Foundation, der America-Israel Cultural Foundation, der AGA Foundation und dem Israel Vocal Arts Institute.
Eine cd mit Italienischen Liedern von Schubert und Donizetti ist im Frühjahr bei philArtis erschienen.
Zuletzt aktualisiert am 16. Jan. 2008